Lesetipp Giardina 2026

Heilpflanzen - medizinisch wertvoll

Wir stellen an der Giardina eine einzigartige Staudenbepflanzung von medizinisch wertvollen Heilpflanzen vor, wie die Gemeine Wegwarte, die gefleckte Taubnessel oder den Waldmeister. Besuchen Sie unseren Stand an der Giardina, um weitere Infos zu erhalten.

Alhena Bepflanzungssysteme GmbH
Wil, Schweiz

Cichorium intybus – Die Gemeine Wegwarte

Die Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus) ist eine traditionsreiche Heilpflanze, die seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde geschätzt wird. Mit ihren leuchtend blauen Blüten, die sich bevorzugt an sonnigen Wegrändern und Wiesen öffnen, ist sie nicht nur ein Blickfang, sondern auch ein wertvoller Bestandteil der heimischen Pflanzenwelt.

Besonders bekannt ist die Wegwarte für ihre Wurzel, die reich an Inulin ist – einem Ballaststoff, der die Verdauung unterstützen und das Darmmilieu positiv beeinflussen kann. Auch Blätter und Blüten werden genutzt, unter anderem zur Anregung von Leber- und Gallenfunktion sowie zur Förderung des Stoffwechsels.

In der Volksheilkunde galt Cichorium intybus als Pflanze der Reinigung und Stärkung. Heute wird sie sowohl in Tees als auch in pflanzlichen Zubereitungen eingesetzt und findet zudem Verwendung als nachhaltiger Kaffeeersatz aus der gerösteten Wurzel.

Neben ihrer heilkundlichen Bedeutung spielt die Wegwarte eine wichtige ökologische Rolle: Sie bietet Nahrung für Insekten und trägt zur biologischen Vielfalt bei – ein schönes Beispiel dafür, wie Heilpflanzen Mensch und Natur gleichermassen dienen.

Lamium maculatum – Gefleckte Taubnessel

Die Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum) ist eine ausdauernde, heimische Wild- und Heilpflanze aus der Familie der Lippenblütler. Sie ist leicht an ihren herzförmigen, oft silbrig gefleckten Blättern und den zart, violett-rosa Blüten zu erkennen, die von Frühling bis in den Sommer erscheinen. Im Gegensatz zur Brennnessel ist sie völlig reizfrei und angenehm in der Anwendung.

In der traditionellen Pflanzenheilkunde werden vor allem die Blüten und jungen Triebe genutzt. Ihnen werden mild entzündungshemmende und schleimlösende Eigenschaften zugeschrieben.

Äusserlich fand die Gefleckte Taubnessel Anwendung bei kleinen Hautirritationen und Wunden, meist in Form von Umschlägen oder Waschungen. Aufgrund ihrer milden Wirkung galt sie in der Volksheilkunde als gut verträgliche Pflanze, auch für empfindliche Menschen.

Neben ihrer heilkundlichen Bedeutung ist die Taubnessel eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität. Sie verbindet auf natürliche Weise Heilwirkung, ökologische Bedeutung und ästhetische Zurückhaltung.

Galium odoratum – Waldmeister

Galium odoratum, bekannt als Waldmeister, ist eine heimische Heil- und Duftpflanze aus der Familie der Rötegewächse. Sie wächst bevorzugt in schattigen, feuchten Laubwäldern und bildet dort im Frühjahr dichte, grüne Teppiche. Charakteristisch sind die quirlständig angeordneten, lanzettlichen Blätter und die kleinen, sternförmigen weißen Blüten.

In der traditionellen Pflanzenheilkunde wird vor allem das blühende Kraut genutzt. Waldmeister enthält unter anderem Cumarin, das für den typischen Duft verantwortlich ist und ihm beruhigende sowie leicht krampflösende Eigenschaften zuschreibt. In der Volksmedizin fand Galium odoratum Anwendung zur Förderung der Entspannung, bei innerer Unruhe sowie zur sanften Unterstützung des Wohlbefindens.

Äußerlich wurde Waldmeister auch für Umschläge genutzt, etwa bei müden Beinen oder leichten Hautbeschwerden. Aufgrund seiner Inhaltsstoffe galt jedoch stets ein maßvoller und bewusster Umgang als wichtig.

Neben seiner heilkundlichen Bedeutung spielt Galium odoratum eine wertvolle ökologische Rolle. Als früher Blüher bietet er Insekten eine wichtige Nahrungsquelle und trägt zur natürlichen Vielfalt schattiger Waldstandorte bei.

Ihre Kontaktperson

Güpfert Samuel

Güpfert Samuel

Entwickler, Inhaber & Geschäftsführer

Beitrag teilen

Zugehörige Themengebiete (3)