Anwendungsbeispiele Giardina 2026

Lebendige Geschichte an der Töss: Flusswacken für die Klostermühle Winterthur

Die Klostermühle Winterthur verbindet Geschichte mit Gegenwart. Zentrales Element: Klassische Schweizer Flusswacken. Ein Einblick, wie diese "Katzenköpfe" durch ihre natürliche Patina und Regionalität den Charakter des Areals stärken.

Otto Meyer GmbH
Büron, Schweiz

Die Klostermühle in Winterthur-Töss ist ein Ort mit "Patina". Wo früher Wasserkraft und Industrie dominierten, wird heute gewohnt und gelebt. Bei der Neugestaltung der Aussenräume war die zentrale Anforderung, diese historische Identität nicht durch sterile Betonflächen zu überdecken, sondern materialgerecht weiterzuführen.

 Ein Haufen großer, grob behauener grauer und beiger Steine, die dicht nebeneinander gestapelt sind und im natürlichen Sonnenlicht verschiedene Formen und Texturen aufweisen.

Der Charakter des "Katzenkopfes"
Für dieses Projekt fiel die Wahl auf klassische Schweizer Flusswacken, im Fachjargon oft "Katzenköpfe" oder Wackenpflaster genannt. Diese Steine zeichnen sich durch ihre Natürlichkeit aus:

  • Optische Vielfalt: Jeder Stein ist ein Unikat in Grösse, Farbe und Oberflächenstruktur.
  • Lebendige Fläche: Im Gegensatz zu industriell gefertigten Steinen ergibt die Verlegung dieser Wacken ein bewegtes Fugenbild, das Licht und Schatten bricht.
  • Robustheit: Granit und hartes Gestein aus fliessenden Gewässern sind extrem widerstandsfähig gegen Witterung und mechanische Belastung.

Ein einzelner, unregelmäßig geformter grauer Stein liegt auf einer rauen, flachen Betonfläche und wirft einen Schatten nach links. Der Stein hat ein leicht strukturiertes, verwittertes Aussehen.

Handwerk für die Ewigkeit
Das Verlegen von rohen Flusswacken ist eine handwerkliche Disziplin, die Erfahrung erfordert. Die Steine müssen so gesetzt werden, dass sie trotz ihrer unterschiedlichen Formen eine "ausgewogene Einheit" bilden.

In der Klostermühle wurden die Steine genutzt, um Innenhöfe und Wege zu gestalten, die zum Verweilen einladen. Sie entschleunigen den Raum optisch und akustisch und passen perfekt zur massiven Architektur der umliegenden Gebäude.

Kurze Wege, grosses Erbe
Die Verwendung von regionalen Flusswacken ist gelebter Umweltschutz.

  • Regionalität: Das Material stammt aus Schweizer Gewässern und Kieswerken, was die Transportwege auf ein Minimum reduziert.

  • Kreislauf: Naturstein ist ein Material, das nicht "verbraucht" wird. Es altert in Würde und könnte theoretisch in 100 Jahren erneut ausgebaut und wiederverwendet werden – ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft von Otto Meyer.


Tische und Stühle mit grünen Tischplatten stehen mit Gläsern und Besteck entlang eines gepflasterten Weges neben einer mit Weinreben bewachsenen Mauer. Die Szene wirkt ruhig und einladend, und das Grün verleiht ihr einen gemütlichen Touch.

Authentizität am Boden: Schweizer Flusswacken in der Klostermühle Winterthur.

Ihre Kontaktperson

N

Nathan Meyer

Geschäftsführer

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